Besser den Ball flach halten. Über die Dosenschieß-Affäre in Groß- Enzersdorf.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 21. August 2019 (03:09)

Jetzt hat auch der Bezirk Gänserndorf einen parteipolitischen „Skandal“, der sogar die Bundespartei-Spitzen beschäftigt: Die Rede ist von der sogenannten Dosenschieß-Affäre in Groß-Enzersdorf. Der Fall ist schnell erklärt: Beim SPÖ-Familienfest betreute die Sozialistische Jugend einen Stand, bei dem die Festgäste mit Bällen auf Dosen schießen konnten. „Haken“ an der Sache: Auf den Dosen klebten Fotos der Mitglieder der ehemaligen türkis-blauen Regierung.

ÖVP und FPÖ sind natürlich aus dem Häuschen. Die Freiheitlichen orten sogar einen handfesten Skandal. Nun, da sollte man schon die Kirche im Dorf lassen. Gerade die Freiheitlichen sind für ihre provokanten Aktionen bekannt. Wir erinnern uns an blaue Wahlslogans wie „Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe“.

Kurios hingegen ist, dass sich SP-Landesparteichef Franz Schnabl vom Dosenschießen der SJ distanzierte, obwohl er beim Fest lachend vor dem besagten Stand weilte ...