Der Fall gehört aufgeklärt. Über einen Rassismus- Vorwurf in Obersiebenbrunn.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 18. November 2020 (04:56)

Am Obersiebenbrunner Sperrmüllplatz soll es zu einem Rassismus-Eklat gekommen sein. Glaubt man den Vorwürfen, sollen Vertreter der Gemeinde einen Bürger ausländerfeindlich beschimpft haben. Glaubt man SP-Bürgermeister Herbert Porsch, so habe es die besagten Beleidigungen nie gegeben. Der Betroffene soll nur energisch aufgefordert worden sein, die Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten. Auch verschiedene Oppositionspolitiker sollen sich nicht an die Maskenpflicht gehalten haben.

Porsch vermutet dahinter eine konzertierte Aktion der politischen Kontrahenten. Beweise dürfte er dafür keine haben. Die Gegenseite für ihre Version aber offenbar auch nicht. Somit steht Aussage gegen Aussage und es wird schwierig, das Ganze neutral zu beurteilen. Da hilft eigentlich nur eines: Der Fall muss lückenlos aufgeklärt werden. Vielleicht findet man ja unabhängige Zeugen. Fest steht nur: Rassismus hat in Obersiebenbrunn, wie auch in ganz Österreich, nichts verloren.