Eine Misere jagt die nächste. Über die derzeitige Situation der SPÖ im Bezirk Gänserndorf.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 13. November 2019 (04:00)

Zuerst verloren sie ihren Sitz im Nationalrat – Rudolf Plessl schaffte bekanntlich seinen Wiedereinzug nicht –, jetzt ist auch noch der Bürgermeister-Sessel in Matzen weg, nachdem Claudia Weber mit der Partei brach: Die Gänserndorfer Roten stecken derzeit gewaltig in der Krise, wobei dies nicht die einzigen beiden Baustellen der Genossen sind. In Engelhartstetten treten die ehemaligen SPÖ’ler bei der Gemeinderatswahl im Jänner mit einer eigenen Liste an – genauso wie Weber und ihre Mitstreiter.

In Untersiebenbrunn wird es auch schwierig werden, das Bürgermeisteramt zu halten, nachdem dort die Roten innerhalb kurzer Zeit den Ortschef zweimal wechselten. In Obersiebenbrunn liebäugelt die Opposition mit einem Misstrauensantrag gegen den SP-Bürgermeister. Nachdem dieser nur über eine relative Mehrheit verfügt, könnten auch seine Tage gezählt sein. Sicherlich: Es kommen wieder einmal bessere Zeiten – wenn dann noch etwas von der SPÖ im Bezirk übrig ist.

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