Eine Sache des Geschmacks. Über die Klasseneinteilung, Stripfing II und den SC Matzen.

Von David Aichinger. Erstellt am 08. Juli 2020 (04:01)

Zwei Klubs warteten mit Spannung auf die Klasseneinteilung: Stripfing II wollte in der 1. Klasse Nord bleiben, Matzen eine Etage tiefer vom Marchfeld in den Süden wandern. Stripfing bekam grünes, Matzen rotes Licht. „Immer alles gegen Matzen“ fiel eine erste inoffizielle Reaktion emotional aus. Und das nicht ganz unverständlich.

Prinzipiell ist die Argumentation von Hauptgruppenobmann Günther Breiner schlüssig: Matzen bleibt im Marchfeld, damit alle drei zweiten Klassen die selbe Gruppenstärke haben. Nimmt man aber Stripfing mit aufs Reißbrett, wird es spannend. Noch vor wenigen Tagen machte nämlich auch eine Va riante die Runde, die Stripfing in der zweiten Klasse vorsah. Ob dann das Marchfeld oder das südliche Weinviertel einen 14. Verein gehabt hätte, wäre egal gewesen. Matzen hätte wohl wechseln können.

Die Crux ist, dass der Stripfinger Fall – wie ähnliche in der Vergangenheit – schwieriger ist als der Matzener. Bei Letzteren geht es nur darum, ob sich die Anzahl der Teams pro Region rechnerisch gut ausgeht oder nicht. Bei Stripfing ist es Geschmackssache, in welche Leistungsstufe das Team gehört.

Vor einem Jahr traute der Verband den neuen „Zweiern“ die erste Klasse zu. Trotz Koopera tion mit Angern wurde man dem im Herbst kaum gerecht. Jetzt ist Stripfing alleine, wie der Kader genau aussehen wird, noch nicht bekannt. Der SVS verspricht, gute Figur abzugeben – wieder. Der Verband traut ihm das zu – wieder. Es wird mit Spannung beobachtet werden, ob die Entscheidung diesmal berechtigt war. Nicht nur, aber ganz sicher auch in Matzen!