Entscheidung für Generationen. Markus Glück über die Abstimmung zum Brückenbau.

Von Markus Glück. Erstellt am 16. September 2014 (09:24)

25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und zehn Jahre nach der EU-Osterweiterung könnte eine viel diskutierte Brücke Österreich und die Slowakei weiter zusammenrücken lassen.

Denn die Brücke bedeutet nicht nur, sofern die S 8 gebaut wird, eine schnellere Verbindung zum östlichen Nachbarn, sondern hilft auch bei Kooperationen, etwa im Bildungsbereich. Man kann Karl Stach nur zustimmen, wenn er Grenzen der Geografie auch als Grenzen im Kopf bezeichnet.

Bei allen Vorteilen, die eine Brücke bringen würde, darf man aber auch die Sorgen der Bevölkerung nicht außer Acht lassen. Aufgrund der schnelleren Anbindung an die Slowakei wird es für die Anrainer zu einem Anstieg des Verkehrs kommen – ohne Umfahrungsstraßen ein verkehrspolitisches Desaster, das auch das Ergebnis am kommenden Sonntag beeinflussen könnte.

Klar ist aber auch, dass das Resultat der Abstimmung Auswirkungen auf zukünftige Generationen haben wird. Dabei sollte das Für und Wider abgewogen werden und nicht durch populistische Themen beeinflusst werden.