Etappensieg für Stadtchef Lobner. Thomas Schindler über das nun einsturzgefährdete alte Rabbi-Haus in Gänserndorf.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 08. August 2018 (02:59)

Jetzt wird es spannend: Das ehemalige Gänserndorfer Rabbinerhaus neben der einstigen Synagoge gilt nun behördlich und offiziell als einsturzgefährdet und darf nicht mehr betreten werden. Dies ist zweifelsfrei ein Etappensieg für all jene rund um ÖVP-Bürgermeister René Lobner, die die beiden schwer desolaten Gebäude lieber heute als morgen abreißen wollen.

Das Bundesdenkmalamt, das gerade die Erhaltungswürdigkeit der beiden besagten Häuser prüft, wird es jetzt wesentlich schwerer haben, diese unter Schutz zu stellen – schließlich war bzw. ist das einzig historisch Besondere im Gänserndorfer Fall die Kombination aus Synagoge und bestehendem Rabbinerhaus.

Nachdem niemand die Gemeinde zwingen kann, die beiden Gebäude zu sanieren, werden diese früher oder später wegen Gefahr im Verzug geschleift werden müssen. Dagegen werden auch die Gänserndorfer Grünen und Historikerin Ingrid Oberndorfer, die die beiden Häuser unter allen Umständen erhalten wollen, nichts ausrichten können.