Gerüchteküche brodelt gewaltig. Über den Streit zwischen Erntehelferin und Bäuerin.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 08. Juli 2020 (03:18)

Die Geschichte über die „ausgebeutete rumänische Erntehelferin“ durch den Spargelbetrieb Sulzmann, der von einer gebürtigen Kurdin geleitet wird, brachte Mannsdorf in die Schlagzeilen – und die NÖN wird jede Woche mit neuen Details versorgt, wobei sich das Ganze immer mehr zu einem „Stellvertreterkrieg“ entwickelt: Rote Gewerkschaft gegen schwarze Bauernschaft.

Interessant sind auch die vielen Gerüchte, die mittlerweile in Umlauf sind: So soll den neuen rumänischen Zeugen Geld für eine Falschaussage angeboten worden sein. Die Erntehelfer bräuchten nur behaupten, dass sie bis zu 17 Stunden am Tag arbeiten mussten. Die Gegenseite wiederum glaubt zu wissen, dass die Behörden die „illegalen Machenschaften“ des Spargelbetriebs decken.

Eines ist Fakt: Die Erntehelferin hat sich bis heute nicht ihr Gehalt abgeholt – mit dem Argument, dass es zu wenig sei. Da stellt sich die Frage: Wovon lebt sie jetzt in Rumänien? Oder bekam sie von woanders Geld?