Gut Ding braucht Vorbereitung. Über den neuen Marktplatz im Herzen Gänserndorfs.

Von Sandra Frank. Erstellt am 17. April 2019 (02:23)

Auf die Bezirkshauptstadt kommt ein gewaltiges Projekt zu: Der Marktplatz wird komplett auf den Kopf gestellt und zu einem „urbanen multifunktionalen Freiraum“ umgestaltet, wie es im Architekten-Sprech heißt. Wohnraum entsteht. Institutionen müssen übersiedeln. Der Sonnenblumen-Kindergarten etwa wird gescheift und bekommt am Kindercampus einen neuen Standort. Die wohl größte Errungenschaft: Gänserndorf bekommt eine Tiefgarage.

Wird ein solches Konzept präsentiert, sind eigentlich laute Gegenstimmen zu erwarten, die einem sagen, was alles nicht geht – nicht so am vergangenen Freitag. Es gab eine Diskussion, aber die war unaufgeregt. Das Feedback: durchwegs positiv. Wie kann das sein? Durch eine intensive Vorbereitungsphase, in der die Bürger sagen, was sie wollen, und die Planer sagen, was möglich ist. Eine Methode, die Schule machen sollte. Zum Beispiel in der Synagogen-Causa, um jahrelanges Hick-Hack mit den Behörden zu vermeiden, das Projekte verhindert.