Kein Retter für die SPÖ in Sicht. über die Misere bei den Gänserndorfer Genossen.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 09. Juni 2021 (04:09)

Was wurde aus der einst mächtigen SPÖ in der Bezirkshauptstadt? Diese Frage stellen sich in letzter Zeit immer mehr Interessierte der Gänserndorfer Lokalpolitik. Jahrzehntelang hatten die Roten den Bürgermeistersessel für sich gepachtet. Seit dem Verlust dieses Amtes an die ÖVP im Jahr 2015 ging es für die Genossen aber stetig bergab. Mittlerweile verfügen sie nur noch über neun von 37 Sitzen im Gemeinderat.

Fest steht: Die Oppositionsbank liegt den erfolgsverwöhnten Sozialdemokraten überhaupt nicht. Dort kommen sie einfach nicht vom Fleck – weder mit den spärlichen eigenen Ideen noch mit ihrer Kritik an der regierenden Volkspartei, die an deren „Bollwerk“ (Bürgermeister René Lobner) wirkungslos verpufft.

Was den Roten natürlich fehlt, ist eine starke Persönlichkeit, die sie früher einmal hatten und die Lobner rhetorisch und argumentativ gewachsen wäre. So bleibt der SPÖ nichts anderes übrig, als weiterhin auf ihren Retter zu warten.