„Massaker“ im Gemeinderat. Über Gänserndorfs Opposition, die „aufgeblattelt“ wurde.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 01. Juli 2020 (05:01)

Es ist immer schwierig, eine Gemeinderatssitzung zu analysieren. Dem Schreiber wird schnell parteipolitische Einseitigkeit vorgeworfen. In diesem Fall gab es aber mehrere Besucher, die bezeugen können, dass es genau so und nicht anders ablief:
Gänserndorfs VP-Bürgermeister René Lobner war rhetorisch und argumentativ in Höchstform – er trieb die SPÖ- und Grünen-Politiker vor sich her, ohne dass sich diese auch nur ansatzweise wehren konnten. Sogar der sonst schlagfertigen Grünen-Gemeinderätin Beate Kainz, immerhin Bezirkssprecherin der Öko-Partei, fehlten die Worte.

Ein noch ärmlicheres Bild vermittelten die Genossen. Hier sah man eindeutig, dass die alte Garde rund um Kurt Burghardt, Josef Daubeck, Christian Worlicek, Franz Csucker und natürlich Robert Michl fehlte. Derart „aufblatteln“ hätten sich diese nie lassen. Was den Roten derzeit fehlt, ist zumindest eine starke Persönlichkeit, die dem verbalen Druck von Lobner etwas entgegensetzen kann.