Noch nicht mehr als ein guter Start. Über die ehrgeizigen Pläne des UHC Gänserndorf.

Von David Aichinger. Erstellt am 14. August 2019 (01:25)

Der UHC Gänserndorf gab ein kräftiges, fast euphorisches Lebenszeichen von sich. Pavel Franko, der neue Spielertrainer, sprach beim Saison-Kick-off mit Feuer in den Augen über seine großen Ziele. Gänserndorf solle wieder das werden, was es einmal war: „Ein Handball-Mekka in Österreich.“

Dass das so schnell passiert, darf wohl ausgeschlossen werden. Obmann Hartwig Schmoldas gibt zu, dass der Verein Stand jetzt auch wirtschaftlich weit von einer Bundesliga-Eignung entfernt ist. Nach einer Saison im Keller der Landesliga wären aber schon kleinere Schritte – wie der angepeilte Landesmeistertitel – etwas wert.

Dass der gelingt, ist freilich auch nicht gesagt. Der Plan klingt gut, mit vielen guten Legionären den Erfolg in den Verein und bei den Gänserndorfer Kräften den Spaß zurückzubringen. So lange, und zwar nur so lange, bis die wieder mehr auf eigenen Beinen stehen können. Die entscheidenden Fragen bei diesem Vorhaben: Sind die neun Slowaken tatsächlich so gut? Sind sie oft genug am Training und prinzipiell in der Lage, die Entwicklung der Youngsters voranzutreiben? Wird aus so vielen erfahrenen Legionären und den jungen Österreichern wirklich eine Mannschaft? Und wie kriegt man das Publikum zurück in die Halle, anstatt als „Slowaken-Partie“ abgestempelt zu werden?

Die Antworten darauf werden die nächsten Monate bringen. Das Kick-off war ein guter Start. Die wirkliche Arbeit beginnt aber erst.