Profifußball ist kein Honiglecken. Über den bisherigen Karriereweg von Matthias Hager.

Von David Aichinger. Erstellt am 26. Februar 2020 (03:57)

Matthias Hager ist in Wolkersdorf heimelig geworden. Der Auersthaler ist Stammspieler in der 2. Landesliga Ost, der Verein sieht ihn als wichtigen Baustein für Gegenwart und nähere Zukunft. Die Gründe sind einfach: Der 22-Jährige ist ein moderner, proaktiver Verteidiger, menschlich ein guter Typ und für sein Alter auch im Kopf recht weit. Das zeigt die Selbstanalyse seiner bisherigen Karriere, die wahrlich interessant verlief. Denn sie zeigt zwei Dinge auf.

Erstens, dass es auch „ganz normale“ Kicker von Dorfvereinen in die höchsten Ligen schaffen können, wenn die Umstände passen. Hager ging erst mit 13 von Auersthal zum FAC, wo er mit Fleiß und Fortune, aber ohne Akademie eines Tages im Profikader landete. Dort fiel er in seinen elf Spielen in der 2.
Liga nicht negativ ab.

Zweitens, dass Profifußball nicht in allen Facetten so schön ist, wie sich das viele Menschen vorstellen, sondern ein Geschäft mit Ecken und Kanten. Damit muss man umgehen können. Hager gesteht sich ein, dass ihm das damals nicht ausreichend gelang, ist mit sich aber im Reinen. Und das völlig zurecht. Wer in der zweiten Landesliga spielt, muss sich nun wahrlich nicht verstecken. Mit 22 schon solche Erinnerungen zu haben, wird Hager auch helfen, noch einige weitere schöne Karrieretage zu erleben.