Renner jetzt allein zu Haus. Über den Verlust des Nationalrats und die Folgen für die SPÖ.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 23. Oktober 2019 (05:00)

Diese Woche werden die neuen Nationalräte angelobt. Aus dem Bezirk Gänserndorf wird nur noch ein Vertreter im Hohen Haus Platz nehmen, nämlich die Sulzer ÖVP-Bürgermeisterin Angela Baumgartner. Für die SPÖ gibt es keinen Sessel mehr – der Gänserndorfer Rudolf Plessl verpasste bekanntlich seinen Wiedereinzug ins Parlament.

Die roten Genossen in der Region lecken deshalb noch immer ihre Wunden. Viel Zeit bleibt ihnen dafür aber nicht, im kommenden Jänner steht nämlich der nächste wichtige Urnengang an – die Gemeinderatswahlen. Noch stellt die SPÖ in zwölf der 44 Gemeinden des Bezirks den Bürgermeister. Damit dies auch so bleibt, muss sie um jede Stimme kämpfen.

Haken an der Sache: Mit Plessl hatten die Genossen ein Zugpferd, das viel in der Region unterwegs war. Künftig muss die Dritte Landtagspräsidentin Karin Renner aus Markgrafneusiedl bei allen wichtigen Terminen im Bezirk allein die rote Fahne hochhalten – das wird hart und an die Substanz gehen.

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