Schluss mit dem Verhätscheln!. Über vermeintliche Sicherheit auf dem Schulweg.

Von Sandra Frank. Erstellt am 14. Oktober 2020 (05:00)

In Strasshof gibt’s täglich einen Stau vor dem neuen Schulcampus. Nicht, weil der Verkehrsfluss durch eine Baustelle behindert wäre, sondern, weil die Eltern ihre Sprösslinge bis vor die Schultür chauffieren wollen. Das tun sie aus verschiedenen Gründen; vermutlich aus Zeitdruck. Aber auch, weil die Eltern ihr Kind sicher zur Schule bringen möchten.

Hier beißt sich die Katze in den Schwanz: Das Verkehrsaufkommen vor der Bildungseinrichtung wird mehr, geparkt wird kreuz und quer, das macht die Lage unübersichtlich. Die Folge: Die Situation wird erst recht gefährlich. Außerdem: Da die Schüler nicht einmal mehr von der Bushaltestelle in die Schule marschieren, lernen sie nicht, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten sollen.

Und: Das Busfahren mit den Freunden, der Spaß, das Tratschen – alle diese sozialen Kontakte enthalten Eltern ihren Kindern durch den Taxidienst vor – Kontakte, die in Zeiten der Corona-Isolation noch wichtiger geworden sind.