Erstellt am 01. März 2017, 02:41

von Thomas Schindler

Schmollwinkel bringt nichts. Thomas Schindler über den ewigen Kampf der Genossen in Obersiebenbrunn.

Die roten Genossen in Obersiebenbrunn haben es nicht leicht. Obwohl sie seit vielen Jahren über die Mandatsmehrheit im Gemeinderat verfügen, blieb ihnen der Bürgermeister-Sessel bisher immer verwehrt. Sogar als sie einst vorzeitige Neuwahlen vom Zaun brachen und stimmenmäßig sogar zulegen konnten, bestieg wieder der politische Gegner mithilfe eines kleinen Koalitionspartners den kommunalen Thron.

Auch derzeit hat die SPÖ mit sieben Mandaten die meisten Sitze im Obersiebenbrunner Ortsparlament (und ist trotzdem in der Opposition), die Bürgermeister-Partei GO7 kommt auf vier, ihr Regierungspartner, die ÖVP, auf sechs Mandate.

Irgendwie ist es verständlich, dass sich bei SP-Chef Herbert Porsch und seinen Genossen die Lust an einer Zusammenarbeit mit GO7 und Volkspartei in Grenzen hält. Vielleicht sollten die Sozialdemokraten aber dennoch über ihren Schatten springen und zumindest gute Miene zum bösen Spiel machen. Erst in drei Jahren gibt es die nächsten Gemeinderatswahlen und eine neue Chance für die SPÖ.