Sind Tage von Pozarek gezählt?. Thomas Schindler über die politischen Unruhen in Obersiebenbrunn.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 06. September 2017 (04:55)

Im Obersiebenbrunner Gemeinderat herrschen derzeit undurchsichtige Zustände. Grund: Die Regierungskoalition aus Bürgerliste GO7 (mit Ortschef Werner Pozarek) und ÖVP hat plötzlich keine Mehrheit mehr. Warum? Auf Drängen von vier GO7-Mandataren verlor ihr Fraktionskollege Heinrich Brandstetter sein Vorstandsmandat und sitzt nun als wilder Gemeinderat im Ortsparlament. Rein rechnerisch hat dadurch die Opposition (SPÖ, Bürgerliste OBL und Brandstetter) mit zehn Sitzen die Oberhand.

Unklar ist noch, was das Ganze für Pozarek, der immer hinter Brandstetter stand, bedeutet. Genießt er noch das Vertrauen in den eigenen Reihen? Und: Wird er das kommende Budget durchbringen? Gelingt ihm dies nämlich nicht, wird der Gemeinderat vom Land aufgelöst und es muss neu gewählt werden.

In diesem Fall könnte die Stunde des „ewigen Zweiten“, SP-Mandatar Herbert Porsch, schlagen. Bis dahin kann sich dieser aber zurücklehnen und genüsslich zusehen, wie sich der politische Kontrahent – langsam aber sicher – selbst zerfleischt.