So etwas gibt es nicht alle Tage. Thomas Schindler über den Rauswurf eines Prüfungsausschuss-Obmanns der FPÖ.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 21. September 2016 (04:00)

Zu einer äußerst ungewöhnlichen Maßnahme griff die ÖVP-Bürgermeisterpartei in Engelhartstetten: Sie berief FP-Prüfungsausschuss-Obmann Andreas Hruschka kurzerhand ab. Das Kuriose dabei: Die VP hatte ursprünglich selbst ermöglicht, dass die Freiheitlichen überhaupt im Prüfungsausschuss sitzen, indem sie auf einen ihrer Plätze verzichtet hatte.

Begründung für die Abberufung: Hruschka habe den besagten Ausschuss seit Monaten zu keiner Sitzung mehr einberufen. Laut NÖ Gemeindeordnung muss der Prüfungsausschuss aber alle drei Monate tagen. Der FP-Mandatar weist die Vorwürfe zurück und erklärt, dass er sehr wohl zu vier Sitzungen im Jahr laden wollte, aber eben nicht im vierteljährlichen Rhythmus. Sein Rauswurf sei lediglich parteipolitisch motiviert gewesen.

Haken an der Sache: Auch die oppositionellen Sozialdemokraten, die man in Engelhartstetten keinesfalls als Freunde der Volkspartei bezeichnen kann, geben den Schwarzen recht. Wobei: Auch die SPÖ profitiert von der Entwicklung, sie bekommt schließlich nun den begehrten Obmann-Posten.