Streit um des Streites Willen. Über das politische Hickhack in Obersiebenbrunn.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 30. Dezember 2020 (04:40)

Es gibt keine andere kleine Gemeinde im Bezirk, wo eine derart ausgeprägte „Streitkultur“ in der Politik herrscht wie in Obersiebenbrunn. In diesem knapp 1.700-Seelen-Ort fliegen die Hackeln bei den Mandataren wirklich tief. Gestritten wird über alles und jedes. Böse Zungen behaupten, dass die Obersiebenbrunner Parteien sogar des Streites Willen streiten.

Das Ganze ist auch nicht neu: Bereits als die SPÖ noch auf der Oppositionsbank saß, flogen im Gemeinderat regelmäßig die Fetzen. Damals standen die Bürgerlisten-Bürgermeister im Zentrum des Kritikhagels, wie Andreas Sinnhuber, Kurt Steindl und Werner Pozarek – wobei diese nicht nur von der parteipolitischen Konkurrenz hergebeutelt wurden, sondern auch von den eigenen Mitstreitern.

Die einzige Fraktion, die sich in der Vergangenheit eher ruhig verhielt, war und ist die ÖVP – aber auch nur nach außen hin. Innerparteilich wurden dort ebenso schwere Grabenkämpfe ausgetragen – auch, wenn sie es vermutlich abstreitet.