Viele Fragen, keine Antworten. Über die aktuelle Debatte über die Marchfelder Erntehelfer.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 24. Juni 2020 (01:40)

Beim Thema Marchfelder Erntehelfer liegt offenbar einiges im Argen – wobei aber nicht die Landwirte im Visier stehen sollten, sondern das System und die Entscheidungen der Bundesregierung. Punkt eins: Man könnte ruhig einmal hinterfragen, warum die rumänischen Erntehelfer während der Coronakrise eingeflogen wurden.

Weil sie systemrelevant sind? Mitnichten. Spargel und Erdbeeren sind keine lebensnotwendigen Nahrungsmittel, sondern reine Luxusgüter. Insofern hätte man die Ernte ausfallen und den Bauern finanzielle Entschädigungen zukommen lassen können – so wie jeder anderen Branche, die unter dem Lockdown litt.

Punkt zwei: Die gesamte Erntehelfer-Unterbringungs-Thematik, über die derzeit alle reden, gehört aufgerollt. Wer ist für welches Quartier verantwortlich? Wer für die Reinigung? Und: Sollen die Erntehelfer dort gratis wohnen dürfen? Das alles ist gesetzlich nicht geregelt. Somit sind Chaos und Beschwerden natürlich vorprogrammiert.