Wieder eine rote Hochburg weg. Über die nächste Schlappe für die SPÖ im Bezirk Gänserndorf.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 19. Februar 2020 (05:39)

Zuerst verloren sie Matzen, jetzt auch noch Untersiebenbrunn – beide Gemeinden werden nun von einem ÖVP-Bürgermeister regiert. Die Nachwehen der jüngsten Gemeinderatswahlen treffen die SPÖ mitten ins Herz: Vor allem der Verlust der ehemaligen roten Hochburg Untersiebenbrunn wird den Genossen wehtun. Matzen war ja früher schon schwarz.

Besonders schmerzhaft für die Sozialdemokraten: Sie haben in Untersiebenbrunn zwar die absolute Mehrheit verloren, halten aber immer noch die relative. Trotzdem koalieren jetzt die zweitplatzierte ÖVP und die drittplatzierte FPÖ.

Fakt ist auch: Die SPÖ verfügt im Bezirk nur noch über zehn Bürgermeister, die Volkspartei hat bereits 32. Irgendwann wird es für die rote Bezirksparteivorsitzende Karin Renner eng werden, wenn sie ihrer Landespartei ständig nur von Verlusten berichten kann. Wenn es nicht läuft, rollen gewöhnlich Köpfe. Und jener eines Bezirksparteichefs ist bekanntlich schnell ausgetauscht.