Der Druck wird nicht kleiner. Über den Trainerwechsel beim SV Stripfing.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 31. Dezember 2019 (02:19)

Souveräner Landesliga-Meister im Sommer und jetzt Platz fünf nach dem Herbst in der Regionalliga – als Aufsteiger wohlgemerkt. Dennoch musste Trainer Erwin Cseh seinen Hut nehmen. Was auf den ersten Blick nicht ganz verständlich scheint, macht auf den zweiten schon mehr Sinn.

Um den Standort Stripfing zumindest drittklassig zu sichern, muss und will der Verein auf und abseits des Platzes nachjustieren, sich verjüngen und vor allem mehr Lokalbezug schaffen. All diese Kritikpunkte konnten die Stripfinger lange Jahre nicht wirklich beseitigen. Ohne beim Publikum wirklich anzukommen und sich in der Region zu verwurzeln, wird das Projekt Stripfing immer auf wackeligen Beinen stehen. Mit Neo-Coach Hannes Friesenbichler wurde der erste Schritt gemacht, mit Kaderänderungen – vor allem dann im Sommer – der nächste. Um zukunftsfit zu sein, werden auch abseits des Platzes noch einige weitere folgen.

Einige Fragen bleiben aber dennoch offen, vor allem: Warum setzt man einen erfolgreichen Trainer vor die Tür? Vielleicht hofft man auf denselben Effekt wie bei Lokalrivale Mannsdorf, wo ausgerechnet Friesenbichler für Carsten Jancker vor die Tür gesetzt wurde – und Letzterer nahtlos an die Erfolge seines Vorgängers anknüpfte. Um das Umfeld ruhig zu halten, wäre eine Wiederholung wünschenswert.