Eine gute Form des Wahnsinns. Über Extremsportler Rainer Predl.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 18. November 2020 (00:02)

Dass der Sport kuriose Blüten treibt, ist kein Geheimnis. Dass auch das Marchfeld ein prächtiger Boden für extreme Sportler ist, beweist Rainer Predl.

Der 30-jährige Lasseer absolvierte in Gänserndorf einen Marathon im Kreisverkehr. Bereits im ersten Lockdown sorgte er für Schlagzeilen, lief sogar 79 Kilometer um den Küchentisch. Da weiß man nicht, ob man respektvoll das Haupt verneigen oder einfach nur den Kopf schütteln soll.

Für den außenstehenden Betrachter mag dies alles irrwitzig erscheinen, und tatsächlich: Predl selbst attestiert sich einen Hauch Wahnsinn. Jetzt plant er schon das nächste Projekt – und zwar einen Sieben-Tage-Weltrekord auf dem Laufband. Auf den ersten Blick ein wahnsinniger Plan, oder? Vielleicht. Aber der Wahnsinn hat bei Rainer Predl Methode.

Bei allem Unverständnis, gesundheitlichen Bedenken oder Verrücktheit: Ohne die extremen Auswüchse wäre das Feld des Sports nicht so blumig. Und neben der sportlichen Herausforderung will Predl seine Mitmenschen in Zeiten wie diesen zum Lachen, Staunen oder zumindest Schmunzeln bringen. Das ist ihm auf jeden Fall geglückt.