Kleiner Betrag wäre ok gewesen. Über die Geisterspielprämie und den Schwarzen Peter der Bezirksklasse.

Von David Aichinger. Erstellt am 28. Oktober 2020 (00:31)

Die Bezirksklasse Weinviertel hat ein Alleinstellungsmerkmal: Nirgendwo sonst in Niederösterreich gibt es noch eine „dritte Klasse“. Alleine ist man auch bei der aktuell viel diskutierten „Geisterspielprämie“: Die gibt es von der Regionalliga bis zur zweiten Klasse – je nach Liga in gestaffeltem Ausmaß.

Klein-Harras’ Sportlicher Leiter Rene Schubert meint es gut, wenn er vermutet, man habe wohl einfach auf die Bezirksklasse vergessen. Dass das Büro von Landesrat Jochen Danninger auf den Passus verweist, die Prämie sei ein Ausgleich für fehlende Ticketeinnahmen, lässt anderes vermuten. Dem Land dürfte bekannt sein, dass es in der Bezirksklasse keine Eintrittsgelder gibt und sie damit durch die Finger schaut.

Dass neun der 13 Vereine ohnehin keinen Anspruch haben, weil sie keinen Nachwuchs stellen, hängt auch nicht wirklich mit der aktuellen Krise zusammen, hierfür gibt es aber ernst zu nehmende Argumente. Wa rum es zwingend Eintritt geben muss, erschließt sich weniger. Auch über die Kantine verliert ein Verein Geld. Nicht so viel, als wenn man auch Eintritt hätte, aber dafür gibt es ja die Staffelung. Die Bezirksklasse ganz außen vor zu lassen, ist falsch.