Wer soll das noch toppen?. Über Ebenthal und das besondere Verhältnis zu seinen Legionären.

Von Dominik Siml. Erstellt am 24. Juni 2020 (01:06)

16 Jahre ununterbrochen für ein und den selben Verein aktiv sein – was früher sicher öfters der Fall war, ist im Jahr 2020 kaum vorstellbar, schon gar nicht bei einem Legionär. Nicht so in Ebenthal.

Sportlich hat der Verein aktuell nicht allzu große Ambitionen, krebst seit Jahren im Mittelfeld der 2. Klasse Weinviertel Süd herum. Dennoch dürfte der SVE ein familiäres Gefühl vermitteln; wie sonst schafft es ein Verein, gleich zwei Legionäre über fast zwei Jahrzehnte zu binden, die noch dazu sicher Angebote von weiter oben hatten? Attila Bodri hörte 2018 auf, der Slowake war 22 Jahre – mit dreijähriger Unterbrechung – beim Verein.

Mit 41 war Schluss. Altersmäßig toppte das Kumpel Csaba Kelecsenyi jetzt sogar noch, er ist 42. Nur die Jahre im Verein, die ihm sein Landsmann vorlegte, schafft er nicht mehr – beim ihm sind’s „nur“ 16. Dafür „überholte“ er Bodri auf der Straße, er legte nämlich rund 50.000 Kilometer mehr zurück – rund 300.000 in seiner Ebenthal-Zeit. Die Zahlen in dieser fast einzigartigen Beziehung sind ohnehin unfassbar, auch was die Einsätze und Minuten betrifft.

Der Slowake wurde in 278 Partien seit der Einführung der Statistik des noefv nur unglaubliche zwölf Mal ausgewechselt. Wie er selbst sagt: Er hat sich immer zu Hause gefühlt.