Wie stark ist der Schulterschluss?. Über den Schulterschluss in der 1. Klasse Nord.

Von David Aichinger. Erstellt am 30. September 2020 (00:21)

Keine Zuschauer bei Sportveranstaltungen in orangen Bezirken – diese Ankündigung ließ am Freitag die Stimmung in der niederösterreichischen Sportcommunity explodieren. Die Argumente der Vereinsvertreter sind nachvollziehbar, die Meinungen ziemlich geschlossen. Vor allem Zweiteres ist selten.

Noch seltener ist, dass sich eine Gruppe an Vereinen zu einem gemeinsamen Vorgehen durchringt, Taten folgen lässt, anstatt nur zu toben. So geschehen in der 1. Klasse Nord, wo die 16 Vereine unter den nun ausgegebenen Bedingungen ab 5. Oktober nicht mehr antreten wollen. Lediglich Großebersdorf plädierte in der ligainternen Diskussion für ein Weiterspielen, geht aber mit der Mehrheitsentscheidung mit.

Spannend wird, wie sich der NÖ Fußballverband nach seiner Vorstandssitzung positioniert. Noch ist ungewiss, ob er den Rebellen den Rücken stärken oder eher mit der Meinung der Politik gehen wird und den Vereinen möglicherweise mit Strafen droht, wie es schon zuletzt bei jenen Klubs geschah, die überlegten, sich wegen Corona aus ihrer Liga zurückzuziehen. Passiert Zweiteres, ist der angekündigte Streik auf die Probe gestellt. Dann wird sich zeigen, wie stark der Schulterschluss der Vereine tatsächlich ist.