Ripfl bekam nur den Vize-Posten. Thomas Schindler über die Wahl von Markus Bauer zum FPÖ-Chef von Orth.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 28. April 2015 (08:33)

Die Fotos, die den Orther Gemeinderat und Bezirksobmann des „Rings Freiheitlicher Jugend“ Markus Ripfl mit Neonazi-Symbolen zeigen (die NÖN berichtete vor einigen Wochen exklusiv), dürften dem 20-Jährigen nun doch parteiintern geschadet haben – auch wenn FPÖ-Bezirkschef Herbert Steindl dies dementiert.

Bei der Wahl des Orther FPÖ-Obmanns wurde nicht Ripfl, sondern der geschäftsführende Gemeinderat Markus Bauer in diese Funktion gehievt. Und das, obwohl Ripfl immer von der Parteiführung in seiner Heimatgemeinde geträumt haben soll. Ganz leer ging der Jungpolitiker natürlich nicht aus: Er wurde zum stellvertretenden Parteichef gewählt – sogar einstimmig, genauso wie Bauer.

Wurden Ripfl die besagten Fotos zum Verhängnis? Laut Steindl nicht. Denn schon vor dem Auftauchen des bedenklichen Bildmaterials soll festgestanden haben, dass Ripfl nicht als Orther FPÖ-Obmann, sondern lediglich als Vize kandidieren werde. Kann sein, muss aber nicht. Für manche Polit-Beobachter klingt dies eher nach einer gut konstruierten Ausrede.