Das Saisonziel ist keine Hilfe. David Aichinger über den Start des FC Marchfeld Donauauen.

Von David Aichinger. Erstellt am 08. August 2018 (02:59)

0:6 im Cup, 0:3 gegen Ebreichsdorf – wie soll man diesen Start des FC Marchfeld einschätzen? So ganz wussten das am Freitag vor Ort selbst die Verantwortlichen nicht. Gefühlt schwankte das FCM-Lager irgendwo zwischen Enttäuschung, Realismus und Zweckoptimismus. Der allgemeine Tenor: Gegen Schwechat müsse es jetzt besser werden, und das werde es auch.

In der Tat kommt nach zwei bockstarken Gegnern jetzt der erste, der niedriger eingestuft wird als die Marchfelder. Nach dieser Partie hat man einen Hinweis mehr, wo man wirklich steht. Fällt der neuerlich negativ aus, wird es wohl unruhig. Schwechat war immerhin die letzten zwei Jahre Letzter. Und doch gewann die Truppe erst im April im Aulandstadion. Geritzt ist also auch da nichts. Wer sich die Top fünf als Ziel steckt, muss jetzt aber schon liefern.

Vielleicht hakt es mitunter auch genau da. Der FC Marchfeld ist jünger geworden, hat Spieler verloren, die 2017/18 mehr als die Hälfte aller Tore erzielten. Gekommen sind eher Vorbereiter denn Vollstrecker. Bisherige Ausbeute: Null. Es muss also nicht nur hinten flott besser werden, auch vorne. Der prüfende Blick aus Führungsetage und Öffentlichkeit ist dabei streng. Das Saisonziel in einer auch heuer starken Liga etwas moderater zu formulieren, hätte das wohl ein wenig entschärft.