Einfach schlecht verkauft. Über den Trainerwechsel beim FC Marchfeld.

Von David Aichinger. Erstellt am 17. April 2019 (02:01)

So heiß wie der kommende Trainerwechsel von Hannes Friesenbichler auf Carsten Jancker wurde ein Ereignis rund um den FC Marchfeld lange nicht mehr diskutiert – in der „neuen Ära“, seit der Fusion, noch nie. Die Meldung ging durch die Decke, die Resonanz klang im Kern so: Warum setzt man einen erfolgreichen Trainer vor die Tür?

Eine aufgelegte Frage, und eine berechtigte noch dazu. Immerhin liefert „Friesi“ seit Monaten Ergebnisse, ist jetzt sogar dran, den FCM-Punkterekord in der Regionalliga zu knacken, obwohl ihm am Ende sechs Spiele fehlen werden. Irre! Kritiker erklärten das im Herbst mit Co-Trainer Brnic und seit der weg und Markic da ist mit dem neuen Stürmer. Ganz so einfach ist es sicher nicht, der Trainer hat immer Anteil. Und doch hört man hinter vorgehaltener Hand, dass intern nicht alles so rosig war, wie es außen glänzt, der Coach bei zunehmend großen Teilen der Mannschaft nicht so hoch im Kurs steht.

Es ist wohl der Hauptgrund, warum man schon länger an Jancker schnupperte und den Wechsel vollzieht. Legitim – zu diesem Zeitpunkt und mit dieser Begründung aber einfach schlecht verkauft. Wobei: Manchmal ist es besser, wenn schlecht über dich gesprochen wird, als wenn gar nicht über dich gesprochen wird.