Erst Strukturen, dann Aufstieg. über den verpassten Aufstieg der Gänserndorfer Handballer.

Von David Aichinger. Erstellt am 09. Juni 2021 (02:49)

Am Freitag in die Stadthalle zu gehen, war erfrischend. Der UHC Gänserndorf brachte Teamsport-Pflichtspiele zurück in den Bezirk. Dass es sofort um den Aufstieg in die Bundesliga ging, sorgte für Kribbeln. Schon nach wenigen Minuten ließ dieses nach, weil man chancenlos war. Krems/Langenlois war zu stark. Wie Fünfhaus, das sich in Wien ebenso deutlich durchsetzte, steht die SG verdient in Liga zwei.

Gänserndorf sollte darüber nicht allzu traurig sein. Ja, man hätte behaupten dürfen, wieder Bundesligist zu sein, und sich bei der Sponsorensuche wohl etwas leichter getan. Die nötigen Strukturen sind aber kaum vorhanden. Im Vorstand fehlt es an Breite, die Öffentlichkeitsarbeit stockt, und auch der Mannschaft, wo man Legionäre abbauen will, hätte man mit dem Aufstieg wenig Gutes getan.

Die Konkurrenz wird oben kaum schwächer sein als der Gegner vom Wochenende. Für die Jungen, die sich zum Teil überhaupt erst an Männerhandball gewöhnen müssen, käme das zu früh.

Was besagte Strukturen betrifft, ist man aber wieder einmal bemüht, Dinge zu verbessern. Wenn das gelingt, kann man einen Aufstieg andenken, der nachhaltiger ist, als er es jetzt gewesen wäre.