Gähnende Leere auf der Tribüne. über das Turnier der Meister und Hallenfußball in der Region.

Von David Aichinger. Erstellt am 15. Januar 2020 (04:29)

Schafft es der Hallenfußball noch, Zuschauer anzuziehen, oder nicht mehr? Schon vor 20 Jahren wurde diese Frage diskutiert. Da fand die Hallenmeisterschaft in Prottes aber immerhin noch an fünf Spieltagen statt. Dass die Besucherzahlen dennoch rückläufig waren, wurde ähnlich analysiert wie heute: Übersättigung im Fußball, vervielfachtes Freizeitangebot, Verletzungsgefahr – die Klassiker. Als ein Lösungsansatz galt „weniger ist mehr“. Etwa: weniger Turniertage, kürzere Spielzeiten. Standard war da ja noch zweimal 20 Minuten pro Spiel.

Im Jahr 2020 ist die Analyse ähnlich, die Lösung aber sicher nicht, denn: Weniger geht kaum. Die Hallenmeisterschaft ist bereits tot und das Turnier der Meister auch nur ein Spieltag. Gerade über die auch noch langen 18 Minuten pro Spiel könnte man nachdenken. Ansonsten versuchten die Schiris aber alles: Sie zeigten Präsenz in großer Zahl, überzeugten mit toller Organisation und versuchten, dem Turnier etwa mit eingespielter Musik nach jedem Tor Würze zu verleihen. Auf der Tribüne herrschte aber gähnende Leere, die ebenso existenzgefährdend ist wie die schwierige Suche nach Teams, die überhaupt teilnehmen wollen. Finden sich nicht völlig neue Denkansätze, hat der Hallenfußball in der Region ein Ablaufdatum.