Guter Umgang zahlt sich aus. Über den SC Protttes und die Umgangsformen.

Von Dominik Siml. Erstellt am 11. September 2019 (02:46)

Gebietsligist Prottes war nach dem Last-Minute-Abgang von Stürmer Jan Kadera unter Zugzwang. Mit den Schnellschüssen Ken Noel und David Presl griff man zwar nicht zwangsweise ins Klo, aber dennoch ins Ungewisse. Presl spielte in allen drei Matches von Anfang an, konnte aber noch nicht so richtig überzeugen. Noel hingegen ist schon wieder Geschichte, der Wandervogel hatte mehr mit seiner eigenen körperlichen Fitness zu kämpfen als mit den Gegnern.

Dass Obmann Walter Danis viel Wert auf den Umgang im Verein legt, sieht man hingegen an der späten Anmeldung von Ex-Schützling Christian Micsanyi. Der Mittelfeldmann kickte zuletzt nicht, hilft jetzt aber aus – und kam gegen Klosterneuburg schon in Minute 38 von der Bank. Die fußballerischen Qualitäten Micsanyis sind unbestritten, einzig körperlich muss er wieder zurück in die Spur. Mit 28 ist er heute zudem im besten Fußballeralter, bringt ausreichend Erfahrung mit und hat den jugendlichen Leichtsinn abgelegt.

Danis machte also aus der Not eine Tugend, rief den früheren Schalkhammer-Schützling an und verpflichtete ihn. Das Beispiel beweist wieder einmal: Geht man im Positiven ausei nander und pflegt man die Zusammenarbeit bzw. die Beziehung, dann sieht man, dass sich guter Umgang auszahlt.