Liebe BSO: Es ist an der Zeit. Peter Sonnenberg über die Racketlon-EM in Wien und deren Standing.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 06. September 2017 (05:09)

Wer das EM-Gelände betrat, konnte nur staunen: Links ein Tischtennistisch, daneben der Badminton-Court, rechts davon eine moderne Glas-Squashbox und dann der Tennisplatz. Alles auf engstem Raum und mit genügend Sitzplätzen für die Zuschauer. Publikumsfreundlicher geht’s nicht. Kein Wunder also, dass der Racketlonsport letzte Woche viele neue Fans gewonnen hat. Selbst ORF-Moderator Oliver Polzer staunte, als er die Finalspiele live kommentierte.

Der sportliche Erfolg tat sein Übriges: EM-Gold im Einzel und Doppel bei den Damen, dazu die EM-Titel im Herren-Doppel sowie im Teambewerb. Mit Christine Seehofer aus Prottes hatten diese Titelkämpfe auch einen Superstar aus dem Bezirk.

Dennoch ist Racketlon von der Bundessportorganisation noch immer nicht offiziell anerkannt, was bedeutet: keine Fördermittel, keine Unterstützung. Die Argumentation: Es gibt ja schon die vier Einzelsportarten. Schwammig. Wien erkennt Racketlon sehr wohl an, diverse europäische Länder ebenso. Und genauso könnte dann auch behauptet werden, ein Zehnkämpfer in der Leichtathletik dürfe nicht gefördert werden, weil es eh schon Förderungen für die Einzelsportarten gibt.

Doch egal, was bisher war, mit solchen Erfolgen und der erfolgreichen Durchführung so einer Großveranstaltung kann die BSO nicht länger über Rackelton hinwegsehen. Es ist an der Zeit.