Mannsdorf und der „Pflichtsieg“. David Aichinger über den Status quo beim FC Marchfeld Mannsdorf.

Von David Aichinger. Erstellt am 13. September 2017 (02:13)

Und täglich grüßt das Murmeltier. Unentschieden? Check! Ein spätes Tor? Check! Die Mannsdorf-Partie gegen die Admira Juniors reihte sich nahtlos in die bisherige Saison ein. Die späten Turnarounds in beide Richtungen bringen Spektakel, aber nur acht Punkte. Dazu wackelt auch noch der bis dato einzige Dreier. Sollte die Vienna vorzeitig die Liga verlassen müssen, ist er weg.

Die nächste Aufgabe ist am Papier einfach: Es geht nach Schwechat zum Letzten der Vorsaison, der sich schon zwei Jahre in Folge irgendwie zum Klassenerhalt „schummelte“, um heuer mit sechs Pleiten aus sieben Spielen zu starten.

Pflichtsieg ist dennoch ein leidiges Wort, nicht nur bezüglich mangelndem Respekt. Eine Partie wird nichts entscheiden. In Schwechat verlieren, um dann bis Winter alles zu gewinnen, würden in Mannsdorf wohl viele unterschreiben.

Und doch scheint ein Sieg so dringend nötig wie lange nicht. Am Feld offenbarte die Admira-Partie ungewohnte Diskussionen zwischen den Spielern, eine gewisse Verunsicherung ist zu spüren. Im Gegenzug aber auch: Das Feuer ist da. Jeder Einzelne marschierte bis zum Schlusspfiff, der Ausgleich war eine Willensleistung. Nur so kann es auch in Schwechat gehen. Mannsdorf muss den Sieg erzwingen. Einfach ist nichts.