Riskant, aber nachvollziehbar. Über den Abgang von Andreas Gradinger beim FC Marchfeld.

Von Dominik Siml. Erstellt am 10. Juli 2019 (02:58)

Der FC Marchfeld verliert nach vier Jahren also Andreas Gradinger. Der Ex-Profi kam zunächst als Spieler, war zuletzt dann als Co-Trainer von Carsten Jancker aktiv.

Dass der Transfer zu Wiener Neustadt – wo er wieder in die Spielerrolle schlüpft – ein Risiko ist, liegt auf der Hand. Zum einen sitzt er in Mannsdorf jetzt im gemachten Nest, kennt die Gewohnheiten und fühlt sich wohl. Zum anderen hat er mit Carsten Jancker den wohl bekanntesten „Chef“ in der Regionalliga Ost an seiner Seite, der ihn bei einer etwaigen Verpflichtung von oben vielleicht mitgenommen hätte.

Dass sich „Gradi“ aber für das Abenteuer entschied, kommt nicht von irgendwo. Der 36-Jährige ist nicht nur körperlich eine Maschine, sondern auch ein Mentalitätsmonster: 87 Regionalliga- und 48 2.-Liga-Einsätze kommen nicht von ungefähr. Gradinger will es noch einmal wissen, hat seit Wochen auf so eine Chance gewartet. Dass mit Thomas Flögel ein neuer Trainer wartet, macht die Sache ungleich schwerer.

Ein Zuckerl gibt es dennoch in Wiener Neustadt: Nach dem Jahr als Spieler winkt dem St. Pöltener ein Platz im Management. Zeigt er dort genau so viel Ehrgeiz wie auf dem Feld, stehen ihm auch in diesem Bereich alle Türen offen.