Wenn es jemand kann, dann er. David Aichinger über den gescheiterten Weltrekordversuch von Rainer Predl.

Von David Aichinger. Erstellt am 20. Februar 2019 (02:02)

1.793 Kilometer hat er sich vorgenommen, gut 400 sind es geworden: Der Lasseer Rainer Predl musste seinen Weltrekordversuch auf dem Laufband nach vier von 14 Tagen abbrechen. Dass er aufgeben musste, stimmte den 29-Jährigen traurig, die Entscheidung war aber die einzig richtige. Gesundheit geht vor, egal, wie verrückt das Vorhaben auch anmuten mag.
Einfach war es aber sicher nicht, sich das Scheitern einzugestehen.

Gerade an einem öffentlichen Ort, wo Tag für Tag viele Menschen mit deinem Vorhaben in Berührung kommen, ist es schwerer aufzugeben als im stillen Kämmerlein. Es wird jetzt sicher Leute geben, die meinen: „Ich hab’s doch gesagt, das kann gar nicht gehen.“

Abgesehen davon, dass man sich stets die Relation in Erinnerung rufen muss – 100 Kilometer pro Tag sind jetzt nichts, wofür man sich genieren müsste –, ist das ein Satz, der die Sache super trifft. Die Grenze zwischen möglich und unmöglich ist verschwindend klein, Predl ein Grenzgänger. Wenn im Bezirk jemand sportlich „Unmög-liches“ ermöglichen kann, dann er. Von daher wird auch das nächste Projekt für Aufsehen sorgen – egal, was es auch wird.