Unterhaltung für Außenstehende. Über den finalen Akt einer interessanten Transferzeit.

Von David Aichinger. Erstellt am 10. Februar 2021 (00:34)

Das Transferfenster ist zu, und es wusste im Norden nicht zu enttäuschen. Es gibt eben Dinge, an welchen selbst die allgegenwärtige Corona-Krise mit ihrer massiven Sprengkraft nicht rütteln kann. Etwa, dass Stripfing in nahezu jeder Übertrittszeit ganz am Ende einen großen Namen aus dem Hut zaubert. Diesmal überraschten Kirisits, Kleer & Co mit Tanju Kayhan. Oder, dass Deutsch-Wagram bei der Konkurrenz wildert. Strasshof musste Shala ziehen lassen, Kreuttal Torjäger Pipal. Und auch, dass der FC Neudorf als oberster Vertreter der Riege „Kontinuität ist kein Verbrechen“ keine Transfers tätigt, war so zu erwarten.

Die Transferzeit zeigte aber auch, dass nicht alles berechenbar ist, ja manches sogar zum an den Kopf greifen – wie der geplatzte Wechsel von Herbert Bauer zum FC Angern. So zuversichtlich sich diese zwei Parteien auch zeigten, es war schon vor Wochen zu spüren: Irgendwas stimmt da nicht. Was genau, wird wohl nur die Familie Bauer selbst wissen. Dass der eigene Vater dem Junior die Freigabe verweigert, ohne selbst einen Nutzen davon zu haben, ist jedenfalls kurios. Und unterhaltsam – zumindest für Außenstehende.