Völlig in der Zwickmühle. Thomas Schindler über Angerns Bürgermeister Meißl, dem die March bald bis zum Hals steht.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 01. Juli 2014 (09:57)

In seiner Haut möchte derzeit wohl niemand stecken: Die Rede ist von Angerns SPÖ-Bürgermeister Robert Meißl. Einerseits muss der Ortschef seine Schäfchen vor zusätzlichem Straßenverkehr schützen, andererseits darf er nicht als Buhmann dastehen, der eine lang ersehnte effiziente und hochwassersichere March-Brücke verhindert.

Das Problem ist einfach erklärt, aber nur schwer zu lösen: Ein Bürgermeister will natürlich wiedergewählt werden. Deshalb darf er seine Wähler nicht vor den Kopf stoßen. Hört man sich in Angern um, spricht sich ein großer Teil der Bevölkerung gegen eine March-Brücke aus. Grund: In die Slowakei will man ohnehin nur selten und dafür reicht die Fähre. Umgekehrt befürchtet man eine Verkehrslawine aus dem Osten.

Auf der anderen Seite hat Meißl den halben Bezirk gegen sich, sollte er die Brücke verhindern. Somit blieb ihm eigentlich nichts anderes übrig, als einen neuen Standort ins Spiel zu bringen. Mit diesem könnten die Angerner leben. Laut Planer ist der aber nicht realisierbar und schon wurde der Ball wieder zurück an Meißl gespielt – für ihn ein Dilemma.