Thujen-Streit in Strasshof geht weiter. Ein Gärtner kritisiert Gemeinde wegen Aussagen über die Hecken.

Von Robert Knotz. Erstellt am 15. Juni 2019 (06:09)
Die Bürgerliste kritisierte den Zustand einiger Thujen auf dem Friedhof.
NÖN

Heftige Kritik an den Aussagen von SP-Bürgermeister Ludwig Deltl übt ein Gärtner. Der Ortschef reagierte in der NÖN auf einen Vorwurf der Bürgerliste. Deren Chef, Paul Ebhart, hatte zuvor den „erbärmlichen Zustand“ einiger Thujen am Friedhof kritisiert.

Deltl rechtfertigte sich damit, dass die Koniferen erst im Herbst neu gepflanzt werden, da das Setzen um diese Jahreszeit keinen Sinn ergebe. Außerdem würden viele dieser Pflanzen derzeit von einem Pilz heimgesucht.

„Ich bin seit über 30 Jahren in dem Beruf und habe schon viele Thujenhecken gepflanzt. Aber so einen Schwachsinn, wie den vonseiten Deltls, habe ich noch nicht gehört“, so der Gärtner. Wenn Pilze in der Hecke wären, würde diese als Ganzes befallen sein und nicht nur die vier Pflanzen. Seiner Meinung nach handelt es sich um mangelhafte Pflege der Sträucher. „Ich frage mich nur, warum der Bürgermeister so lange gewartet hat, bis die vier Sträucher komplett kaputt waren. Man hätte sie schon längst austauschen können“, so der Beschwerdeführer.

Und weiter: „Es gibt Containerware, die bereits im Topf großgezogen wird und jederzeit mit dem Wurzelballen eingesetzt werden kann. Das feuchte Wetter im April und Mai ist ideal für Planzungen der Thuja.“ Als Gärtner würde er die Gewächse so schnell wie möglich ersetzen und drei bis vier Säcke gute Pflanzenerde dort ausbringen.

Zusätzlich könne Koniferendünger die Pflanzen robuster machen. Dies könnten auch Gemeindemitarbeiter übernehmen, dazu brauche es keinen Gärtner. SP-Bürgermeister Deltl möchte diese Aussagen von seinen Fachleuten überprüfen lassen. „Ich gebe dazu vorerst keine Stellungnahme ab“, so der Ortschef im NÖN-Gespräch.