Konflikt: VP verließ Saal. Gemeinderat / Die Wahl von Susanne Venos zur neuen SP-Ortschefin wurde von hitzigen Diskussionen zu den Themen Straßenbau und Mehrkosten der Ortsbeleuchtung überschattet.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 01. Oktober 2014 (10:04)
NOEN, Mauritsch
SP-Bürgermeister a.D. Helmut Brandtner trat aus persönlichen und familiären Gründen zurück, sein Amt übernahm Susanne Venos (2.v.l.) . Neu in den Gemeinderat eingezogen sind Elfriede Kaltenbrunner (2.v.r.) und Elisabeth Kammerer (1.v.r.). Ebenfalls ausgeschieden ist Doris Brandtner (1.v.l.)
Heiß her ging es bei der ersten Gemeinderatssitzung nach dem Rücktritt von Helmut Brandtner als SP-Bürgermeister. Bei der Wahl zum neuen Ortschef setzte sich die von der SP nominierte Susanne Venos gegen den VP-Kandidaten Josef Köpf durch. Bei den weiteren Sitzungsthemen  wurde klar, dass auf Venos turbulente Zeiten zukommen.

Mehrkosten der Ortsbeleuchtung

Zuerst stand die Frage im Mittelpunkt, wie die verbliebenen 125.000 Euro aus dem Straßenbaubudget zu verwenden seien. Vizebürgermeister Peter Berthold betonte, dass nach Dringlichkeit vorgegangen werde, und legte keine konkreten Vorhaben fest. Dies stieß erwartungsgemäß auf Ablehnung aufseiten der VP.

Beim Thema Mehrkosten der Ortsbeleuchtung ging es dann richtig zu Sache. Die SP rechnet mit einer absoluten Erhöhung der Kosten um rund 35.000 Euro. Gemeinderat Marianne Rickl sprach von einer Überschreitung des gesamten Projektbudgets um 50 Prozent und legte Berthold den Rücktritt nahe. Die Zusatzverträge wurden schlussendlich nur mit den Stimmen der SP beschlossen.

Kosten für Beleuchtung nicht eindeutig geklärt

Die SP schätzt die Gesamtkosten auf 399.000 Euro, für Grabungsarbeiten sind etwa 38.000 Euro budgetiert. Die VP nannte eine Gesamtbelastung von rund 550.000 Euro.

Als markant ist noch zu erwähnen, dass die VP bei der Sitzungsunterbrechnung zur Verabschiedung Brandtners geschlossen den Saal verließ. Wie die NÖN von den VP Gemeinderäten erfuhr, wären diese nicht näher in die Planung involviert gewesen und schätzten diesen Punkt daher als SP-parteiintern ein. Die SP wiederrum verstand das Verlassen des Saales als Brüskierung.