Neuer Chef für Weinviertel Museums BetriebsgmbH gesucht. Peter Fritz, Geschäftsführer der Weinviertel Museums BetriebsgmbH, wird künftig für die Schallaburg tätig sein. Einen Nachfolger gibt es derzeit noch nicht.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 31. Mai 2020 (05:33)
Peter Fritz findet auf der Schalla-burg eine neue berufliche Herausforderung.
Siebenhandel

Peter Fritz, Geschäftsführer der Weinviertel Museums BetriebsgmbH (WMB), in der die MAMUZ-Standorte Mistelbach und Asparn, das Nitsch-Museum und das Museumsdorf Niedersulz vereinigt sind, wird das Weinviertel Richtung Schallaburg verlassen, wo er mit 1. Juli operativer Geschäftsführer wird. „Was nicht heißt, dass ich sofort weg bin“, sagt der gebürtige Kärntner.

Denn solange die Nachfolge noch nicht geregelt ist, werde er auch die WMB mitbetreuen. Der Job des WMB-Geschäftsführers wird jetzt ausgeschrieben, vermutlich bis Ende Juni werden sich Interessenten bewerben können. Dann folgen Hearings durch die NÖKU (NÖ Kulturwirtschaft GesmbH). „Es wird keine Vakanz in der Führung geben“, so Fritz weiter. Außerdem gebe es in den Gesellschaften der NÖKU immer zwei Geschäftsführer.

„Seit 1. Mai ist Gabi Langer kaufmännische Geschäftsführerin, die kennt sich ebenfalls aus“, sagt Fritz. Langer vertritt Bernadette Schlager, die ihre Babypause antrat.

Fritz war seit 2017 Geschäftsführer des MAMUZ und des Nitsch-Museums, 2019 kam das Museumsdorf dazu. In seine Ära fielen das Festigen der Marke MAMUZ, die von seinem Vorgänger Matthias Pacher 2014 geschaffen wurde, und die Etablierung des Standortes Mistelbach für große Ausstellungen: „Außerdem haben wir mit der Märchen- und Mythen-Ausstellung gezeigt, dass wir auch große Ausstellungen produzieren und weiterverkaufen können“, ergänzt Fritz.

Was bedeutet der Wechsel in der Geschäftsführung für die Häuser der WMB? „Es ist ja nicht so, dass jeder alles neu erfindet“, meint Fritz: „Wir haben Masterpläne, die die Entwicklung der Häuser für die nächsten drei Jahre bestimmen.“ Für Asparn habe man ein großes Interreg-Projekt mit Tschechien auf Schiene gebracht, in Niedersulz werde der Kirtag ausgebaut. „Den müssen wir heuer coronabedingt leider verschieben“, sagt Fritz.

Und Mistelbach soll Standort für die großen Ausstellungen bleiben. „Was wissenschaftlich passiert, entscheiden ohnehin die wissenschaftlichen Leiter Franz Pieler und Veronika Plöckinger-Walenta, die bleiben ja auch.“

Der Abschied wird für Fritz emotional werden: „Ich lasse ein motiviertes Team zurück, das für die Museen brennt“, streut Peter Fritz seinen vielen Mitarbeitern wahrlich Rosen.