Erstellt am 28. Februar 2018, 05:40

von Thomas Schindler

Ziel: Marchfeld soll aufblühen. Mit dem Motto „Weichenstellungen“ bewarb sich die Region mit Marchegg als Hauptaustragungsort.

Weinviertel-Regionalmanager Hermann Hansy, Eckartsaus VP-Bürgermeister Rudolf Makoschitz, MAREV-Obmann VP-Landtagsabgeordneter René Lobner, Bezirkshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Merkatz, Strasshofs SP-Vizebürgermeister Walter Vock, Marcheggs VP-Stadtchef Gernot Haupt und Weidens VP-Ortschef Franz Neduchal (v.l.) hoffen, dass das Marchfeld den Zuschlag für die Landesausstellung 2021 bekommt.  |  NOEN, Schindler

Vergangene Woche präsentierte die Region Marchfeld ihr Bewerbungskonzept für die NÖ Landesausstellung 2021, das beim Land eingereicht wurde. In drei Monaten wird man wissen, ob das Marchfeld oder einer der beiden anderen Bewerber (Retz/Znaim bzw. Region Korneuburg) den Zuschlag bekommt.

Region-Marchfeld-Obmann René Lobner erklärte: „Das Schloss Marchegg als ehemaliges Pálffy-Schloss wäre der Hauptaustragungsort.“ Mit seinem weitläufigen Park, der Storchenkolonie und der guten öffentlichen Anbindung würde sich Marchegg als idealer Boden für die Landesausstellung anbieten. Weitere regionale Schauplätze mit eigenen Themenschwerpunkten wären die anderen Marchfelder Schlösser (Schloss Hof, Niederweiden, Eckartsau und Orth), der Nationalpark Donau-Auen, Strasshof mit dem Eisenbahnmuseum, Obersiebenbrunn mit der Landwirtschaftlichen Fachschule sowie die slowakische Burg Theben.

„Bei uns gibt es mehr Störche als im ganzen Burgenland.“

Gernot Haupt, Bürgermeister von Marchegg 

Die 23 Mitgliedsgemeinden der Region Marchfeld (Aderklaa, Andlersdorf, Deutsch-Wagram, Eckartsau, Engelhartstetten, Gänserndorf, Glinzendorf, Groß-Enzersdorf, Großhofen, Haringsee, Lassee, Leopoldsdorf, Mannsdorf, Marchegg, Markgrafneusiedl, Obersiebenbrunn, Orth, Parbasdorf, Raasdorf, Strasshof, Untersiebenbrunn, Weiden und Weikendorf) unterstützen durch ihre Gemeinderatsbeschlüsse die Bewerbung.

Bei der Bewerbung für die Landesausstellung setzt man auf die Themenbereiche Geschichte, Natur-, Kulturraum und Landwirtschaft sowie Lebensraum in einer Stadt-Land-Region zwischen Wien und Bratislava.  |  NOEN, Schindler

Lobner: „Wir sehen die NÖ Landesausstellung als wichtigen Zwischenschritt in unserem Prozess ,Marchfeld 2030‘.“ Dieser wird von einer Personengruppe aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Regionalentwicklung begleitet. „Auch nach der Landesausstellung müssen die Kooperationen und Aktivitäten weitergehen.“ Ziel: Das Marchfeld soll neu positioniert werden.

Die ehemalige Randlage am Eisernen Vorhang hemmte nämlich lange Zeit die Entwicklung des Marchfelds, somit gebe es Aufholbedarf. Die Lage zwischen den Hauptstädten Wien und Bratislava biete ein europaweit einzigartiges Potenzial. Lobner: „Die Region steht zum Beispiel für den Beginn und das Ende der Habsburg-Monarchie. Sie ist bekanntlich auch die Kornkammer Österreichs.“

2019 könnte Spatenstich erfolgen

Marcheggs VP-Bürgermeister Gernot Haupt strich „seine“ Storchenkolonie hervor: „Bei uns gibt es mehr Störche als im ganzen Burgenland.“ Für ihn ist wichtig, dass das Schloss wieder renoviert wird. Bekommt das Marchfeld den Zuschlag vom Land, fließen einige Millionen Euro in die Region, auch für die Sanierung des Schlosses. In Marchegg ist auch die Errichtung einer Radbrücke über die March geplant.

Dazu Weinviertel-Regionalmanager Hermann Hansy: „Im Sommer soll das Projekt zur Förderung eingereicht werden.“ 2019 könnte der Spatenstich erfolgen, vor der Landesausstellung wäre die Brücke fertig. Bezirkshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Merkatz erklärte abschließend: „In den nächsten drei Monaten fällt die Entscheidung, wer den Zuschlag für die Landesausstellung 2021 erhält.“