Josef Burger: „Pumperlg’sund“ durch eisiges Bad. Josef Burger aus Lassee steigt jeden Tag ins Wasser – egal, wie tief die Temperaturen sind.

Von Ernst Spet. Erstellt am 21. Februar 2021 (03:06)
Nur mit einem Handtuch und Badehose begibt sich der 65-jährige Lasseer Josef Burger täglich von seinem Haus in Richtung See. Beim Fototermin (Wassertemperatur +2 °C, Lufttemperatur -6 °C) mit der NÖN meinte der rüstige Pensionist nur: „Heute erspare ich mir wenigstens, das Eis aufzuhacken.“
NOEN

Die einen sagen „ein Wahnsinniger“ oder „der bekommt sicher einen Herzkasperl“, andere bewundern die Unerschrockenheit des 65-jährigen Lasseers. Seit Jahren gönnt sich Josef Burger ein morgendliches erfrischendes Bad im See vor seinem Haus. Noch bevor sich der Pepi, wie ihn die meisten nennen, für den Tag vorbereitet und noch bevor der erste Kaffee getrunken wird, ist das morgendliche Bad ein Pflichttermin. „Ganz egal, ob es jetzt fünf Uhr oder schon sieben Uhr ist“, so Burger.

Der passionierte Jäger schwört auf dieses Ritual. Wer vermutet, dass Burger es nur in den warmen Monaten praktiziert, ist aber auf dem Holzweg: So kalt kann es gar nicht sein, dass sich der 65-Jährige diesen „Genuss“ nehmen lassen würde. Davon konnte sich auch der NÖN-Redakteur überzeugen. Beim Fototermin herrschten -6°C Lufttemperatur. Vergleichsweise „angenehm warm“ war die Wassertemperatur mit +2°C. Burger rät aber jedem davon ab, der jetzt glaubt, es ihm gleichtun zu können.

Noch einmal schnell abgetaucht ins kalte Wasser – das beste Rezept, um einen kühlen Kopf zu bewahren.
Spet

Die bitterkalten Temperaturen können bei Nichtgeübten zu massiven Herz-Kreislauf-Problemen führen. Auch er musste sich erst über längere Zeit an die niedrigen Temperaturen des Wassers herantasten. Sogar zentimeterdickes Eis schrecken den pensionierten AUA-Mitarbeiter, der in der Flugzeugwartung tätig war, nicht ab. Im Gespräch mit der NÖN betont Burger, dass Erkältungen seit Jahren der Vergangenheit angehören.