Agrana: Bilanz mit Zuckerglasur

In Leopoldsdorf wurden 2016 etwa 250.000 Tonnen Zucker erzeugt. Gestiegene Preise versüßten das Konzernergebnis: Rund 118 Mio. Euro bedeuten Plus von 46 Prozent.

Erstellt am 18. Mai 2017 | 05:07
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Die Zuckerrüben-Kampagne in den Agrana Rübenfabriken liefen auf Hochtouren. In Österreich wurde mit über 80 t/ha ein Rekordergebnis erzielt.
Foto: Agrana

Die Agrana konnte eine erfreuliche Bilanz präsentieren (siehe auch Landeszeitung S. 15): Zuletzt machte der internationale Zucker-, Stärke und Fruchtkonzern 2,6 Mio. Euro Umsatz, das Konzernergebnis betrug knapp 118 Mio. Euro – ein Plus von rund 46 Prozent im Vergleich zu 2015. Verantwortlich dafür waren unter anderem gestiegene Zuckerpreise, wie Generaldirektor Johann Marihart erklärte.

Der Umsatz der Leopoldsdorfer Zuckerfabrik – eine von zweien in NÖ – ist in jenem des gesamten Agrana-Segments „Zucker“ konsolidiert. Der Umsatz lag hier im abgelaufenen Geschäftsjahr mit knapp 672 Mio. Euro etwa auf Vorjahresniveau. Das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) in Höhe von rund 24 Mio. Euro konnte hingegen durch gestiegene Verkaufspreise, insbesondere bei Groß- und Einzelhandels- sowie Exportpreisen, deutlich verbessert werden.

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Gestiegene Preise spielten dem Konzern bei der Bilanz in die Hände.
Agrana

In Österreich wurden in der vergangenen Verarbeitungskampagne rund 500.000 Tonnen Zucker aus 3,4 Mio. Tonnen Rüben gewonnen – jeweils ungefähr zur Hälfte in Tulln und Leopoldsdorf. Von letzterer Gemeinde aus erfolgt die Zuckerauslieferung vorwiegend an die weiterverarbeitende Industrie in loser und verpackter Form (Big-Bags bzw. 50-Kilogramm-Säcke).

Hier wurden in den vergangenen Jahren auch wichtige Investitionen getätigt: Eine neue Eindampfanlage sorgt für weitere Energieeinsparung und jüngst wurde eine neue Trockenschnitzel-Pelletsabsackung errichtet. „Es handelt sich dabei um Maßnahmen, die die Arbeitseffizienz verbessern“, so Marihart.