Im Ort "geblitzdingst". Pkw-Lenker beschwerte sich am NÖN-Telefon über Radarblitz, der "wie ein Feuerball war" und somit fast zu einem Unfall führte. Vize-Bezirkspolizeichef klärt auf.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 11. Februar 2015 (15:01)
NOEN, Shutterstock/Jne Valokuvaus
Im Bezirk gibt es in etwa 150 Radar-Standorte, an denen regel-mäßig geblitzt wird.

Von einem „irrsinnig hellen Lichtblitz, der wie ein Feuerball war“ berichtet Friedrich C. aus Probstdorf, der letzte Woche Montag in den Abendstunden in eine Radarfalle geriet. „Ich bin offensichtlich zu schnell gefahren. Meine Frau und ich wussten im ersten Moment nicht, was los war. Es sah aus wie eine Gasexplosion, das Radargerät blitzte mir direkt in die Augen.“

Vor lauter Schreck habe C. das Lenkrad verrissen und auf der Gegenfahrbahn fast einen Unfall herbeigeführt. „Ich finde dieses Vorgehen doch sehr bedenklich. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn es zur Kollision gekommen wäre, oder wenn Fußgänger in der Nähe gewesen wären.“ Der Blitz sei aus einem VW-Bus gekommen – „offensichtlich von einer Privatfirma, die Messungen für die Behörden durchführt“, so C.

„Privatfirmen führen keine Messungen durch“

Dabei gibt es laut Vize-Bezirkspolizeichef Eduard Macho im Bezirk keine von Privaten durchgeführten Messungen mehr und „schon gar nicht in Leopoldsdorf“. Im Bezirk würden pro Jahr etwa 20.000 bis 30.000 Lenker geblitzt, in ganz NÖ eine Million. „Es mag schon sein, dass er subjektiv so empfunden hat, ich höre das aber zum ersten Mal“, so Macho.

Die Radargeräte seien geprüft und zugelassen. Jeder Standort müsse von einem Sachverständigen genehmigt werden, weshalb derartige Szenarien eigentlich nicht möglich seien.

„Das Radargerät blitzt natürlich hell und das sogar zweimal.“ Die Schilderungen von C. seien aber übertrieben. „Da darf er bei Gewitter auch nicht fahren, denke ich mir.“