Leopoldsdorf

Erstellt am 18. Januar 2017, 03:35

von Markus Szelnekovics

Nager fällte Baum - Bach wurde von Eis blockiert. Von Biber umgelegter Stamm staute im Rußbach Eis auf einer Länge von 70 Metern auf.

Der Wasserverband Rußbach entfernte den umgestürzten Baum und konnte dadurch eine größere Aufstauung verhindern.  |  Smax

Ein aufmerksamer Gemeindebürger bemerkte vergangene Woche am Marchfeldkanal (Rußbach) in der Nähe der Rußbach-Brücke, einen Eisstoß und informierte unverzüglich die Gemeinde. SP-Bürgermeister Thomas Nentwich setzte sich mit der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal in Verbindung. Durch das rasche Handeln aller beteiligten Personen konnte eine größere Aufstauung verhindert werden, heißt es.

Das Hindernis – ein von einem Biber gefällter Baum, der aus dem Wasser ragte – wurde vom Rußbach-Wasserverband sofort entfernt. Mittlerweile ist der Eisstoß auf mehr als 70 Meter Länge angewachsen, dadurch wird das Wasser teilweise aufgestaut und sucht sich einen neuen Weg unter den Eisplatten.

"Eisstoß beobachten, damit er nicht noch größer wird"

Es handelt sich dabei um ein schönes, aber nicht ungefährliches Naturschauspiel. „Da die Temperaturen weiterhin unter dem Gefrierpunkt liegen und noch weitere Eisplatten antreiben, gilt es, den Eisstoß zu beobachten, damit er sich nicht noch größer aufbaut“, warnt SP-Bürgermeister Nentwich.

Der betroffene Abschnitt steht unter Beobachtung der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal, die in dem Stau derzeit noch keine Gefahr sieht. Die Überlegung, die Wasserführung kurzfristig zu reduzieren, um so einen Hohlraum unter dem Eis zu schaffen und das Eis in sich zusammenbrechen zu lassen, ist zwar vorhanden, wird aber derzeit nicht umgesetzt.

Laut Experten würde diese Maßnahme zu einer weiteren Mobilisierung von Rand-Eis und anderen Eisschichten im gesamten Gewässersystem führen. Diese Eisschollen könnten sich dann wieder irgendwo verkeilen und zusammenfrieren.