Leopoldsdorf

Erstellt am 18. Januar 2017, 02:05

von Erwin Nußbaum

Patientin erzürnt: Skandal im Hospital?. Leopoldsdorferin beklagt „medizinisches Versagen“ in Gänserndorfs Tagesklinik und im Krankenhaus Mistelbach. Spital weist Kritik zurück und droht mit Anwalt.

Das Medizinisches Zentrum Gänserndorf  |  NÖN-Archiv

Eine Gemeindebürgerin beklagt „medizinisches Versagen auf allen Ebenen“, nachdem sie wegen einer Magen-Darm-Grippe das Medizinische Zentrum Gänserndorf aufgesucht hatte. Schon bei Betreten der Tagesklinik sei sie zusammengebrochen – doch anstatt ihr zu helfen, habe man sie angefeindet: „Mir wurde gesagt, dass man mir ohnehin nicht weiterhelfen könne und ich gleich nach Mistelbach fahren soll. Selbst die Rettung wollte man mir nicht rufen“, so die Leopoldsdorferin. In Mistelbach soll das Martyrium weitergegangen sein: „Ich wartete ewig auf die behandelnde Ärztin und als diese dann kam, meinte sie, dass dies nicht mein Ernst sein könne, mit so einer Lappalie ins Krankenhaus zu kommen.“

Die Patientin beschloss, das Krankenhaus umgehend zu verlassen. Über den Vorfall informiert, schaltet sich auch Leopoldsdorfs Grünen-Gemeinderat Lukas Schwarz ein: „Bei aller Wertschätzung für die Arbeit der Ärzte – ein solches Verhalten einer Patientin gegenüber ist empörend. Hier müsste die Stationsleitung aktiv werden.“

Die NÖN hat im Krankenhaus Mistelbach nachgefragt – dort zeichnet man ein gänzlich anderes Bild von den Geschehnissen: „Die Patientin wurde bereits in der Tagesklinik bestmöglich versorgt. Auf Wunsch der Angehörigen wurde sie dann aber mit der Rettung zu uns in die Akutaufnahme gebracht.“ Nach einer Ersteinschätzung durch das Pflegepersonal wurde die Patientin der diensthabenden Ärztin vorgestellt.

Dabei soll die Patientin allerdings – aufgrund angeblicher Unfreundlichkeit – vom ersten Augenblick an sehr unkooperativ und aggressiv gewesen sein: „Sie verweigerte schließlich sogar jegliche Untersuchung und verließ das Klinikum ohne Behandlung. Wir behalten uns aufgrund der offensichtlich vorsätzlich gemachten Falschaussagen entsprechende rechtliche Schritte vor.“