Pfote von Hund abgewetzt: „Definitiv Tierquälerei“. Pfote eines in Mannersdorf (Gemeinde Angern, Bezirk Gänserndorf) gefundenen Rüden bis auf die Knochen abgewetzt. Weinviertler Tierheim sucht nun Hundebesitzer.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. Februar 2019 (19:59)
Das Bein des einjährigen Rüden musste amputiert werden. Er war zuvor monatelang nicht behandelt worden.
Tierheim Dechanthof

Ein junger Rüde streunte Mitte Jänner herrenlos auf einem Feldweg im Gemeindegebiet von Mannersdorf (Gemeinde Angern, Bezirk Gänserndorf) herum, als er an einem Abend aufgefunden und ins Tierheim Dechanthof (Bezirk Mistelbach) gebracht wurde. Es zeigte sich, dass das etwa ein Jahr alte Tier eine Nervenlähmung am rechten Vorderbein hatte.

Fragmente der Zehenknochen waren mit freiem Augen sichtbar.
Tierheim Dechantshof

Aufgrund dieser Fehlbelastung hatte sich die Vorderpfote des Hundes auf dem rauen Boden bis auf die Knochen abgeschliffen.

Hund war seit Monaten nicht versorgt worden

Die Muskeln am Bein hatten sich zudem bereits stark zurückentwickelt. Laut den Ärzten im Tierheim Dechanthof habe der Hund – das lasse sich aus dem Gesamtzustand des Beines erschließen – seit Monaten keine Behandlung erhalten und wurde in dieser Zeit auch nicht versorgt. Nachsatz: „Dabei handelt es sich definitiv um Tierquälerei!“

Das verletzte Bein war durch die offene Wunde infiziert und außerdem beinahe gelähmt. Die Tierärzte haben sich deshalb dazu entschieden, es zu amputieren.

Nun bittet der Dechanthof um sachdienliche Hinweise zum ehemaligen Besitzer, um diesen auszuforschen. Wer den etwa kniehohen Rüden schon einmal gesehen hat und weiß, wo er herkommt, soll sich beim Tierheim Dechanthof unter der Tel.-Nummer 02573/2843 melden.