Altarme: „Situation ist heuer dramatisch“. Starke Trockenheit im Frühjahr hat den Altarmen der March stark zugesetzt. Geplante Projekte schaffen kurzfristig keine Abhilfe.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 10. Juli 2014 (10:36)
NOEN, Kurt Hofer
„Die Situation der Altarme an der March ist dramatisch. Viele Fische sind bereits gestorben“, so Kurt Hofer von den Marchfischern. Im Bild der Skodateich in Dürnkrut.
Kein Hochwasser im Frühjahr und die wochenlange Trockenheit im Frühsommer haben den Altarmen der March stark zugesetzt, wie Kurt Hofer von den Marchfischern berichtet. Am Skodateich und am Eisenbahnerteich in Dürnkrut sei die Lage besonders kritisch, denn hier seien beide Altarme kurz vor dem Austrocknen. Auch in anderen Revieren an der March gestalte sich die Situation ähnlich dramatisch. Die Fische kämpfen um ihr Überleben, die Fischereivereine und deren Mitglieder sind dabei machtlos und müssen dem Fischsterben zusehen.

„In Angern wird konkret im Herbst begonnen“

„Ursprünglich wurde geplant, die March-Altarme an die Donauarme anzubinden. Diese Idee habe man mittlerweile aber wieder verworfen“, meint Hofer. Was gemacht werden müsste? „Man müsste die Altarme ausbaggern, um einen tieferen Wasserstand zu erreichen. Durch Hochwasser der letzten Jahre ist immer mehr Schlamm angespült worden und jetzt ist fast kein Wasser mehr vorhanden.“ Zuständig dafür sei die Via Donau. Allerdings müsse man beachten, dass es sich bei den betroffenen Arealen um Naturschutzgebiete handelt.

Franz Steiner, Projektmanager bei der Via Donau, kann die angespannte Lage bestätigen, erläutert aber, dass es bereits Planungen für die Seitenarme der March gebe, so zum Beispiel das Projekt „Life+“. Allerdings würden diese nur langfristig einen Nutzen bringen. „In Angern wird konkret im Herbst begonnen, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde einen Arm auszubaggern und an die March anzubinden“, berichtet Steiner. Kurzfristig könne man für das Fischsterben leider wenig tun, weil es sich bei derartigen Projekten immer um lange Prozesse handle, die mit der Slowakei abgestimmt werden müssen.