3D-Digitalisierung: Schloss wird nun gescannt. Mittels Spezialtechnik ist schnell klar, was alles restauriert gehört, damit das Marchegger Juwel für die NÖ Landesausstellung 2022 wieder in neuem Glanz erstrahlt.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 30. März 2019 (04:03)
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Rote Politik und Landesbeamte in Marchegg: Gemeinderat Robert Urban, SP-Medienmanager Erwin Nußbaum, Stadträtin Walpurga Wittmann, Gemeinderat Heinz Müller, Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl, Boris Stummer und Christian Labut (beide Abteilung Hydrologie & Geoinformation) sowie Gemeinderätin Ilse Kucera (v.l.).
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SPÖ-Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl besuchte vergangene Woche das Marchfeld, genauer das Schloss Marchegg, das Austragungsort der NÖ Landesausstellung 2022 sein wird. Grund für die Stippvisite des roten Politikers war die derzeitige Vermessung des Schlosses und dessen Nebengebäude mittels der sogenannten terrestrischen Photogrammetrie. Dabei handelt es sich um ein spektakuläres Verfahren, bei dem ein 90.000 Euro teures Laser-Gerät zum Einsatz kommt. Damit werden die einzelnen Objekte dreidimensional gescannt und digitalisiert.

Ein Beispiel: Früher hätte man für die händische Vermessung der Frontfassade des Marchegger Schlosses einen Tag benötigt, mit dem 3D-Scanner ist dies in einer Minute erledigt. Das Ergebnis dient als Grundlage für die Beurteilung durch das Bundesdenkmalamt sowie für die Planung und Ausschreibung der Restaurierungsarbeiten. „NÖ ist Vorreiter in der Verwendung dieser Vermessungstechnik. Mittels dieser Methode können notwendige Schwachstellen von Gebäuden rasch erkannt und behoben werden“, weiß Schnabl, zuständiges Landesregierungsmitglied für diese Spezialform des Vermessungswesens.