Au jetzt mit Hufgetrappel. Ankunft von Konik-Pferden nur einen Tag nach offizieller Info-Veranstaltung. Sorge um Wildwechsel bleibt bestehen. VP-Ortschef: „Werden bei Gefahr rasch reagieren müssen.“

Von Erwin Nußbaum. Erstellt am 06. Mai 2015 (05:45)
NOEN, WWF/ M. Schickhofer
Die ersten sechs Exemplare der polnischen Wildpferde sind bereits in Marchegg angekommen.

Da müssen die Störche aber gestaunt haben: Überraschend und nur einen Tag nach der offiziellen Bürger-Informationsveranstaltung wurden die ersten sechs Konik-Pferde auf die Eingewöhnungs-Koppel der kürzlich fertiggestellten „Marchegger Pferdeweide“ gebracht.

Kleine Herde soll noch erweitert werden

Die Planung des WWF-Projekts sieht vor, im Laufe der nächsten Jahre die kleine Herde der polnischen Wildpferde — laut WWF direkte Nachkommen des ausgestorbenen europäischen Ur-Pferdes — noch zu erweitern.

Im Vorfeld des Projektes wurde Sorge vonseiten einiger Bürger laut, der Grenzzaun der Weide würde den Wildwechsel behindern. VP-Bürgermeister Gernot Haupt, selbst Jäger, sieht in der Pferdeweide kein Problem. Brenzlig für den Wildwechsel werde es nur bei Hochwasser, da dann der Abstand zwischen Boden und Zaunlatte zu gering für den Wildwechsel von Reh und Wildschwein werde. „Aber da müssen wir eben schnell sein und den Zaun an einigen Stellen öffnen“, so Haupt überzeugt.

Hochwasser-Gefahr in Plänen berücksichtigt

Die Hochwasser-Gefahr ist in der WWF-Planung berücksichtigt worden. So wären die Konik-Pferde zum Zeitpunkt der Zaun-Öffnung bereits in einem speziell für den Fall des Hochwassers angelegten Unterstand in Sicherheit gebracht, der aber derzeit noch nicht fertiggestellt ist. Das Eingewöhnungs-Areal liegt laut Storchenhaus-Mitarbeiterin Barbara Lawugger aber in einer sicheren Zone. Weitere Entwicklungen, bleiben abzuwarten.

Lediglich zu denken gibt die Handlungsweise des WWF, eine Bürger-Informationsveranstaltung derart knapp am Stichtag abzuhalten. War hier schlechtes Timing im Spiel? Laut Lawugger war man im Storchenhaus selbst überrascht, wie bald die Pferde kamen.